Schwerpunkt II: Forschung durch Musik

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forschung II

«Ein Wissen besonderer Art» - Entwicklung spezifischer Publikations- und Vermittlungskonzepte für Musikforschung an der HSM

Musikdenken an einer Musikhochschule äussert sich vor allem im Musikmachen. Musikmachen impliziert ein «Wissen besonderer Art», das sich nicht im nachprüfbaren verbalen Diskurs etablierter Wissenschaftsdisziplinen artikuliert, sondern in der musikalischen Handlung selbst (Interpretieren, Lehren, Komponieren, Improvisieren, Notieren). Musiker, die sich mit der kreativen Vergegenwärtigung von Musik der Vergangenheit befassen oder neue Musik erfinden, müssen und wollen unbekannte Dinge erforschen. 

Musik, Kunst kann Erkenntnisse und Wirklichkeiten formulieren in einer Weise, die der auf verbalen Mitteilungssystemen angewiesenen «exakten» Wissenschaft verschlossen bleibt. Die Frage lautet: Wie lässt sich jenes Wissen, das künstlerischen Prozessen oder Kunstwerken innewohnt, im Interesse eines sowohl wissenschaftlichen als auch künstlerischen Erkenntniszuwachses artikulieren? Die Abt. Forschung & Entwicklung arbeitet gezielt an Konzepten der Präsentation und Vermittlung von Dingen, die sich zwar nicht in Worte fassen – und trotzdem mit grösster Exaktheit «sagen» lassen. Es geht um die Entwicklung und Etablierung publizistischer Konzepte und Veranstaltungsformen, die der spezifischen Problematik einer «Forschung durch Kunst» gerecht werden und deren Ergebnisse und Fragestellungen öffentlich machen. Viel eher als auf Abgrenzung wird besonderer Wert gelegt auf Zusammenarbeit mit etablierten wissenschaftlichen Disziplinen, um Phänomene aus verschiedenen Warten in den Blick zu nehmen und neu zu erkennen.

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