LITTLE BANGS. Improvisationen. Konzerte, Performances, Vorträge, Workshops

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phil minton Phil Minton

Forschungsschwerpunkt: Neue Musik
Forschungsfeld: Improvisation
Forschungsteam: Michael Kunkel (Leitung), Konzeption: Ute Haferburg, Harald Kimmig, Michael Kunkel, Christoph Schiller, Stephan Schmidt, Marianne Schuppe; Barbara Rufer (Administration/Organisation)
Projektdauer: 2008ff.
Partner: Gare Du Nord Basel, Hochschule für Angewandte Psychologie Olten/Institut Mensch in komplexen Systemen

Am 12. Dezember 2008 begann LITTLE BANGS, das neue Projekt zur IMPROVISATION der Hochschule für Musik Basel und der Gare du Nord, Basel. Es besteht aus Konzerten und einem Internationalen Symposion.
 
«Wenn eine Spezies nicht improvisieren kann, stirbt sie aus.» (Derek Bailey) Dazu wird es vorerst nicht kommen: Improvisation ist eine Haltung, die wir in verschiedensten Situationen mit grosser Selbstverständlichkeit pflegen, meist ohne es besonders zu bemerken. In der Musik gab und gibt es eine Fülle an improvisatorischen Aktivitäten und man könnte annehmen, auch dies sei eine Selbstverständlichkeit. Das ist nicht der Fall. Aus Sicht der «komponierten» Musik, der Musikwissenschaft, der Musikwirtschaft und des Musikbetriebs ist (zumal «freie») «Improvisation» ein nachrangiges Phänomen. Trotzdem haben sich zahlreiche Schulen und Ästhetiken des Improvisatorischen entwickelt. Ergebnis ist eine faszinierende und ziemlich unübersichtliche Landschaft individueller musikalischer Initiativen.
 
LITTLE BANGS verfolgt zwei Ziele: Zum einen werden die vielen Aktivitäten der heutigen Improvisationsszene erkundet und zueinander in Beziehung gesetzt; zum anderen ist die Relevanz «improvisatorischen Handelns» auch ausserhalb des Musikalischen zu untersuchen.
 
In LITTLE BANGS treffen improvisierende Musiker verschiedenster ästhetischer Ausrichtungen aufeinander (u. a. Ensemble X, Karl ein Karl, Thomas Ankersmit, Polwechsel, Trio Dörner-Lehn-Minton). Das Internationale Symposion mit Vorträgen, Performances, Konzerten und Workshops (29.-31. Januar 2009) thematisiert improvisatorische Handlungen in und ausserhalb der Musik: Teilnehmer sind auf Improvisation spezialisierte Musikfachleute (Nina Polaschegg, Walter Fähndrich, Stefan Fricke, Fred Frith, Reinhard Kager, Sebastian Kiefer, Urs Peter Schneider), sowie andere Spezialisten für das Unvorhersehbare: Toni Wäfler (sein «Institut Mensch in komplexen Systemen» der Hochschule für Angewandte Psychologie Olten versucht «bangs» gerade zu vermeiden und berät u. a. das Kernkraftwerk Leibstadt AG und sky guide), Dipl. Ing. Peter Vittali, die Dichter und Maultrommler Anton Bruhin, Bodo Hell, Michel Mettler und Peter Weber. Als Paralleluniversum zur Improvisation erkundet das Ensemble Phoenix Basel die Welt des Fluxus (Konzept-Musik). Studierende der Hochschule für Musik Basel (Fach Improvisation und Abt. Jazz) stellen eigene Arbeiten zur Diskussion.
 
LITTLE BANGS ist eine Kooperation zwischen der Hochschule für Musik der Musik-Akademie der Stadt Basel (Abt. Forschung & Entwicklung) und der Gare du Nord (Bahnhof für Neue Musik Basel). Medienpartnerschaft: Basellandschaftliche Zeitung

Programm: Little Bangs

Programm: Internationales Symposion

Konzertprogramm Ensemble X